Seit neun Jahrzehnten jung und alt im Gleichklang - Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein feiert 90-jähriges Jubiläum - Die Liebe zur Musik führte die Waldarbeiter auch musikalisch zusammen.

Historie

Als im Juni 2004 die Mitglieder des Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins St. Andreasberg - und nicht nur die - der Gründung ihres Vereins im Jahre 1914 gedachten, feierte man zwar kein ganz großes Jubiläum, aber eines, dass es sehr wohl verdient, beachtet zu werden.

Es war allein die Liebe zur Musik und am Musizieren, die hart arbeitende Menschen überwiegend aus dem Berufsstand der Waldarbeiter auch in ihrer Freizeit zusammen führte und einen Verein gründen ließen. Und es ist auch 90 Jahre danach allein die Liebe zur Musik, die diesen Verein alle Höhen und Tiefen überleben ließ und noch heute auszeichnet.

Die Gründung erfolgte am 5. Juni 1914, am Vorabend des 1. Weltkriegs. Diese Vereinsgründung war zu jener Zeit längst überfällig, denn musiziert wurde praktisch in jedem andreasberger Haus. Die Idee zur Gründung kam von Förster Ballerstedt, er darf deshalb gern als „Vater“ des Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins gelten und wurde darum auch folgerichtig zum ersten Vereinsleiter gewählt. Ihm zur Seite hatten aber mit Oberförster Fischer, Bürgermeister Schwier und dessen Stellvertreter Weis im Vorfeld weitere Initiatoren gestanden.
Gemeinsam dürfte man mit diesem Schritt die Absicht verfolgt haben, die hart arbeitenden und im Arbeitsprozess miteinander konkurrierenden Waldarbeiter über das gemeinsame Musizieren zu einem harmonischen Miteinander zu führen. Darüber hinaus hoffte man auch, die Tradition der alten Hüttenkapelle auf andere, aber ähnliche Art fortzuführen. Doch wo sollte man die notwendigen Instrumente und Noten hernehmen?
Auch dieses Problem wurde gemeistert! Wie groß die Begeisterung an dem gemeinsamen Werk „Musikverein“ damals gewesen sein muss, belegt die Tatsache, dass die Mitglieder des neuen Vereins den finanziellen Grundstein durch die von Oberförster Fischer genehmigten Überstunden legen durften. Dazu war es praktisch Pflicht, dass jeder der 65 Forstbeamten und Waldarbeiter dem neuen Verein als Mitglied beitrat, und jeder hatte als Erstbeitrag 10 Mark zu leisten.
Eine stolze Summe, wenn man bedenkt was die Mark damals Wert war. Dazu kam noch eine große Sammlung in der Stadt. Zwei Weltkriege haben der Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein und seine Instrumente überstanden. Denn diese wurden auf dem Hausboden der Familie Hermann Hildebrandt unter Heubergen versteckt, um ihnen ein Einschmelzen zugunsten von Kriegsgeräten zu ersparen.

Höhen und Tiefen hat der Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein auch in den folgenden Jahren durchlebt, wobei die Höhen bei weitem überwogen. Die Blaskapelle prägte das kulturelle Geschen in der Bergstadt entscheidend mit. Sie war und ist bei allen Traditionsfesten dabei und zählt im Jahresschnitt stets um 150 Einsätze . Im Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein sind jung und alt im wahrsten Sinne des Wortes im Gleichklang. Hier ist es gelungen, den Brückenschlag zwischen den Generationen natürlich und unmittelbar, so wie es in einem Musikverein möglich ist, zu vollziehen. Auf dieser Basis gibt die Blaskapelle in St. Andreasberg im gesamten Jahresablauf bei vielen Gelegenheiten sozusagen "Takt und Ton an".

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